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Verkleben und Überspritzen

Verkleben

VESTAMID® Formmassen können problemlos verklebt werden; die Klebflächen müssen jedoch sauber und fettfrei sein. Bei der Fertigung von Formteilen, die anschließend verklebt werden, sollte auf den Einsatz von Entformungshilfsmitteln verzichtet werden. Darüber hinaus lässt sich die Klebekraft verbessern, wenn die Oberfläche durch Aufrauen, Primern, Coronabehandlung oder Beflammen vorbehandelt wird. In jedem Fall müssen die einschlägigen Sicherheitsvorschriften beachtet werden.

Geeignet sind herkömmliche Kleber auf Basis von:

  • Epoxid: Ein- oder Zweikomponentenkleber (fugenfüllend), einsetzbar für größere Klebeflächen; häufig bessere Resultate bei höheren Temperaturen.
  • Polyurethan: Reaktive Ein- oder Zweikomponentenkleber sowie Schmelzkleber (fugenfüllende, flexible Kleber, oft mit einer längeren Topf- und Aushärtezeit); geeignet für größere Klebeflächen.
  • Cyanacrylat: Einkomponentenkleber (sehr kurze Aushärtezeiten); geeignet für dünne Klebefugen und kleinere Klebeflächen.
  • Für Verklebungen von VESTAMID® E-Formmassen eignen sich Spezial-Polyamidklebstoffe.

 

Überspritzen

Insbesondere die Elastomere der VESTAMID® E-Reihe lassen sich hervorragend überspritzen. Alle VESTAMID® Elastomere sind miteinander und mit VESTAMID® L (PA 12) verschweißbar. Das gilt insbesondere für das Überspritzen verschieden harter oder verschieden eingefärbter Formmassen.

Diese Eigenschaft wird besonders häufig bei der Herstellung von mehrkomponentigen und mehrfarbigen Teilen von Sportartikeln wie Spezialsportschuhsohlen oder Skistiefeln genutzt. Für das Überspritzen empfiehlt sich eine höhere Massetemperatur von bis zu 300 °C, eine hohe Einspritzgeschwindigkeit und hoher Nachdruck. Noch bessere Verbundhaftung lässt sich erzielen, wenn man die Formtemperatur auf bis zu 100 °C anhebt. Dagegen kann für transparentere Überspritzungen eine niedrigere Verarbeitungstemperatur hilfreich sein.

VESTAMID® Elastomere lassen sich auch mit vielen anderen Polymeren durch Überspritzen verbinden.

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